Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes


Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes
als  Bilanzierungshilfe in der  Handelsbilanz aktivierungsfähige, aber nicht aktivierungspflichtige  Aufwendungen (§ 269 HGB). Der Posten ist in der  Bilanz vor dem Anlagevermögen auszuweisen, in jedem folgenden Geschäftsjahr zu mindestens einem Viertel abzuschreiben (§ 282 HGB) und von nicht kleinen Kapitalgesellschaften ( Größenklassen) im  Anhang zu erläutern (vgl. § 274a Nr. 5 HGB). Werden solche Aufwendungen in der Bilanz ausgewiesen, so dürfen Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden, jederzeit auflösbaren  Gewinnrücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags dem angesetzten Betrag mindestens entsprechen (Ausschüttungssperre).
- Beispiele: Aufwendungen für Probeläufe von Anlagen, für Organisationsberatung, für den erstmaligen Aufbau der Vertriebsorganisation, für Marktstudien; davon zu unterscheiden sind  Gründungskosten.

Lexikon der Economics. 2013.

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  • Ingangsetzungskosten — ⇡ Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes …   Lexikon der Economics

  • Betriebseinrichtungskosten — ⇡ Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes, ⇡ Gründungskosten …   Lexikon der Economics

  • Bilanz — Bilanzaufstellung; Jahresabschluss; Ergebnis; Erfolg; Schlussrechnung; Abrechnung; Rechnung; Ausgleich * * * Bi|lanz [bi lants̮], die; , en: 1. (Wirtsch.) abschließende Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben, Vermögen und Schulden …   Universal-Lexikon

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  • Bilanzierungshilfen — bestimmte Aufwendungen ohne Vermögensgegenstands Charakter, für die der Gesetzgeber ein Aktivierungswahlrecht zugelassen hat. B. im Einzelnen: ⇡ Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes; derivativer ⇡… …   Lexikon der Economics

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